#BigData: Wie werden große Datenmengen die Struktur und Strategie Ihrer Organisation verändern: Teil 1 @nilanp

In Data & Analytics by Harriet RowlingLeave a Comment

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Big Data im Geschäft: Dies ist die Abschrift eines Interviews mit Nilan Peiris über seine Ansichten bezüglich der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Nutzung von Big Data im Geschäft. Nilan Peiris betreibt die Internetgeschäfte bei HolidayExpress. Nilans Rolle ist die des Marketingtechnologieleiters. Sein Verantwortungsbereich spannt sich von Infrastruktur bis hin zum Onlinemarketing.

Hi Nilan, danke für's Kommen. Wie war 2011 für Sie?

Wir hatten ein hervorragendes Jahr. Wir sind dieses Jahr um ungefähr 20 % gewachsen, und das, obwohl der Markt um 10 Punkte gesunken ist. Daher denke ich, dass es uns richtig gut geht. Als Gruppe haben wir dieses Jahr einen Umsatz von £ 200 Millionen erwirtschaftet und das Internetgeschäft macht um die 60 % des Gesamtumsatzes aus.

Wie gehen Sie im Alltag in Ihrer Rolle mit Daten um?

Wenn man konkurrenzfähig sein möchte, ist es ausschlaggebend, Technologie und Marketing im Online-Bereich zusammenzubringen. Sie müssen unbedingt aufeinander abgestimmt sein. CMOs (Marketingleiter) am Markenende des Spektrums haben echte Schwierigkeiten im Bereich des Performance-Marketings. Wer heutzutage konkurrieren, Zugang zum Datenverkehr bekommen, seine CPA-Kosten (Kosten pro Akquisition) verwalten und online Kunden werben möchte, muss ausgereifte analytische Fähigkeiten zur Nutzung der wertvollen Datenbestände entwickeln, um Gelegenheiten aufzuspüren, Datenverkehr zu bekommen und umzuwandeln.

Was sind die größten Herausforderungen bezüglich Big Data?

Ich finde, dass sich der Spitzname Big Data auf einen Aspekt der Daten nämlich die Größe konzentriert. Ich denke, ein wichtigerer Schwerpunkt liegt bei der Datenwissenschaft. Dahin bewegt sich der Markt und da kann Geld gemacht werden. Was ich mit Datenwissenschaft meine, ist die Zusammenführung von Mathematik, mathematischen Instrumenten und Informatik-Tools an einer Stelle, an der Sie Daten aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten können, um Chancen zum Handeln zu identifizieren. Sobald dies getan ist, haben Sie die einmalige Gelegenheit, Prozesse rund um diese Chancen zu schaffen und diese Daten an die Teams weiterzuleiten, um sie in ihrem Streben, Wert und Wachstum voranzutreiben, zu unterstützen. Der einzige Weg, dies zu erreichen, ist Marketing und technische Funktionen zu vereinen.

Würden Sie zustimmen, dass es einen Mangel an Datenwissenschaftlern mit sowohl analytischen Fähigkeiten als auch Geschäftssinn gibt?

Dem stimme ich vollkommen zu! Ich denke, ein Teil des Wettbewerbsvorteils liegt im Aufbau einer Personalstrategie, die dies umfasst, es versteht und herausfindet, wie man sich in diesem Umfeld bewegt. So gibt es zum Beispiel viele Rollen, für die ich nicht mit der Rollenbeschreibung oder Berufsbezeichnung werbe, weil sich dies für mich wirtschaftlich nicht rentieren würde. Daher ist meine Personalstrategie viel mehr, Menschen zu identifizieren, die das Potenzial haben, über Jahre hinweg in diese Rolle hineinzuwachsen. Man muss sich mit Universitäten, Praktika- und Abschlussprogrammen zusammenschließen, um diese Talente zu entdecken. Der Mangel an Fachkönnen ist im Moment unglaublich.

Was sind die Herausforderungen für die Funktion des CIO (IT-Leiter) im Moment?

Ich mache mir Sorgen über die Art und Weise, wie die Branche die Rolle des CIO in Zukunft typisiert. Ich denke, die größte Veränderung, die wir hatten, ist die Konsumerisierung von Informationstechnologie, die die Rolle des CIO und CTO (Technischer Leiter) maßgebend durcheinandergebracht hat. So braucht der CMO ein neues CRM (Kundenbeziehungsmanagement)-System nicht mehr länger mittels eines IT-Beschaffungsprozesses besorgen, sondern kann die Kreditkarte zücken, auf salesforce.com gehen und seine Belegschaft entsprechend ausstatten. Dadurch jedoch, und wie CIOs und CTOs meiner Meinung nach momentan ihre Rolle in diesem Unternehmenskontext als Hüter von Risiko und Compliance definieren, werden sie überflüssig.

Daher denke ich, dass es hier eine riesige Chance für CTOs gibt, die das Verständnis von Technologie als Wettbewerbsvorteil sowie den Abbau von Mauern rund um Technologie, die sie in ihrem Geschäft unter dem Deckmantel von Risiko und Compliance geschaffen haben, wirklich begrüßen. Damit dies geschieht, muss man die Technologie aus der Abteilung des CFO (Finanzvorstand) entfernen, wenn sie denn dort angesiedelt ist (wo sie nur als Kostenfaktor verwaltet wird), sich klar werden, was wichtig für seinen Wettbewerbsvorteil ist und was nicht, von allem Unwichtigen loslassen und sein Unternehmen dabei weiterhin Entscheidungen treffen und Fehler machen lassen, um dann herauszufinden, wo und wie man investieren muss, um Technologie für das Wachstum zu nutzen.

Der zweite Teil folgt morgen!

 

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen bezüglich Big Data? Werden Datenwissenschaftlern in Ihrem Unternehmen auch immer wichtiger? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen.

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